Nepal

Indien

Indien, ein Fluch und Segen zugleich. Unsere Eindrücke, Kostenaufteilung und Route auf einen Blick.

Essen

Die Kosten für Essen fielen etwas höher aus als geplant, weil wir letztlich nach dem Arztbesuch und wochenlangem Magenbeschwerden aufgefordert wurden, eher westliches Essen und auf keinen Fall scharfes Essen zu konsumieren (und wir wollten auch kein weiteres Risiko mehr eingehen). Man kann aber auch bereits für

0.50 CHF ein Curry essen.

 

Übernachtung

Der Preis für Übernachtungen war in Neu-Delhi eher hoch, in den umliegenden Städten übernachteten wir teilweise wiederum sehr günstig. In Pushkar übernachteten wir in einem Doppelzimmer mit Bad und warmer Dusche, wenn auch nicht das Schönste, für nur 3.30 CHF/ Nacht.

Transport

Der Zug ist unser meist genutztes Verkehrsmittel, weil es wesentlich komfortabler ist als der Bus ist und gleichzeitig sehr günstig. Der Transport ist, sofern man nicht gerade per 1. Klasse fährt, unschlagbar günstig.

Budget Aufteilung

Sightseeing

Die Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten waren sehr hoch, weshalb wir oft davon abgesehen haben alles zu besuchen. Zudem waren wir auch wegen der Magenbeschwerden eingeschränkt und konnten oft nur halbtags unterwegs sein.

Diverse

Weil wir ab Varanasi mit Magenbeschwerden zu kämpfen hatten, kamen noch Gesundheitskosten hinzu. Dazu gehörten die Konsultationen von 7.- CHF pro Arztbesuch und leider die vielen Medikamente à rund 30.- CHF. Zusätzlich kamen Kosten fürs Kleider waschen, eine Ayurvedische Massage und eine Sim Karte mit Datenpaket hinzu.

Preisniveau Indien.PNG
Route Indien, 3 Wochen Indien
Ganga Aarti, Varanasi
Taj Mahal, Agra, Taj Maha Agra, Taj Maha Morgengrauen

Nach einem holprigen Grenzübertritt von Nepal nach Indien, starteten wir in der hektischen Stadt Varanasi. Im Nachhinein betrachtet war das wohl ein Fehler. Denn in der sehr unhygienischen Stadt, fingen wir uns beim Essen im Restaurant schlimme Magenprobleme ein, welche uns über die nächsten drei Wochen begleiteten. Mehr zum Grenzübertritt:

Routenbeschreibung

Varanasi

Der Besuch eines der vielen Ghat's direkt am Ganges war für uns ein absolutes Highlight. Neben dem üblichen Treiben, wie waschen, baden oder meditieren, bietet sich bei zwei Ghat's die Möglichkeit einer Kremierung mit dem heiligen Feuer am heiligen Ganges beizuwohnen. Neben den kulturellen und historischen Stätten, ist Varanasi auch für die sogenannten "Lassi's" bekannt. Ein leckeres Jogurt mit vielen Geschmacksrichtungen zur Auswahl. Auch gibt es die Spezialität das "Bhang Lassi", welches mit etwas Marihuana versetzt ein Erlebnis der besonderen Art ist. Leider haben in Varanasi unsere Magenleiden für die kommenden drei Wochen unser Essen auf Bananen und Toast reduziert und liessen es nicht zu das Spezial-Lassi zu probieren. Die normalen Lassi's waren aber der absolute Wahnsinn!

Exkurs: Medikamente gibt es mit und ohne Rezept ganz einfach über die Gasse. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, denn nicht jeder Apotheker versteht Englisch oder kann das Leiden aufgrund der Zeichensprache richtig einordnen. So wurde uns beim ersten Besuch Antibiotika für Uterus-Infektionen mitgegeben. Daher immer zuerst im Internet die Wirkstoffe (auf der Verpackung) nachschauen und vielleicht besser einen Arzt aufsuchen. Dieser verschreibt einem die richtigen Medikamente, welche in der Apotheke direkt nebenan bezogen werden können. Wir hatten in Varanasi mehrfach den Arzt aufgesucht und mittels Antibiotika, Probiotika und weiteren Medikamente versucht die Magenbeschwerden zu bekämpfen.

Generell bietet Varanasi tolle Einblicke in die Indische Kultur und zählt auch für Inder zum Pilgerort schlecht hin. Dadurch ist die Stadt unserer Meinung nach zu überfüllt und die Hygienebedingungen (verschmutztes Wasser, Abfall, Exkremente überall) gehören zu den schlechtesten welche wir bis dato gesehen haben.

Neu-Delhi

Eine Stadt der Superlative, die kulturell ebenfalls einiges zu bieten hat. Neben dem Humayans Grab, das architektonisch als Vorbild für den Bau des Taj Mahal verwendet wurde, zählt auch der Lotustempel, für uns zu einem der schönsten Bauwerke. Der Akshardham Tempel, ein neu erbautes Monument der Superlative aus Sandstein, ist ebenfalls sehenswert und der Besuch obendrein gratis. Wir nutzen den ersten Aufenthalt in Delhi hauptsächlich um uns zu erholen und gönnten uns eine Auszeit mit Kinobesuchen und gelegentlichen Mahlzeiten in westlichen Restaurants. Sightseeing machten wir während unseres zweiten Aufenthaltes.

Agra

Nach einer kurzen Zugfahrt von Neu-Delhi, erreichten wir bereits Agra mit einem der sieben Weltwunder, dem Taj Mahal. Schon am ersten Abend durften wir das Bauwerk vom gegenüberliegenden Park zum Sonnenuntergang besichtigen und die atemberaubende Grösse des Bauwerks aus Marmor bestaunen. Dabei fielen uns auch die tausenden Besucher auf, welche sich zu dieser Zeit dort aufhielten. Am nächsten Tag waren wir schon vor Sonnenaufgang beim Parkeingang, damit wir den Taj Mahal in aller Ruhe mit mystischen Lichtverhältnissen betrachten konnten. Die vielen Details aus Stein-Einlegearbeiten und das filigrane Gitter aus Marmor im inneren des wunderschönen Baus sind sehr eindrücklich. Wir gönnten uns einen Moment um uns im Park niederzulassen und das sich ändernde Licht zu bestaunen. Einfach nur Wahnsinn! Auch das Agra Fort, ein eindrückliches Fort welches sich über mehrerer tausend Quadratmeter hinzieht und im inneren mit tollen Palästen und Empfangshallen aufwartet, ist einen Besuch definitiv wert.

Jaipur

Mit einem direkten Zug nach Jaipur, sind wir an einem unserer Lieblingsorte in Indien angekommen. Sowohl die Architektur als auch die Geschichte hinter dem Wolkenpalast, dem Hawa Mahal sind beeindruckend. Wir konnten uns gut vorstellen, wie die vielen Frauen des damaligen Herrschers hinter den vielen Fenstern sassen und das Treiben auf den Strassen beobachteten, ohne dabei selbst gesehen zu werden. Auch der City Palace beeindruckte durch seine Grösse und die Details der Marmor und Holzarbeiten im inneren. Gleich nebenan befindet sich das Jantar Mantar, mit einer Sammlung von riesigen astronomischen Instrumenten. Auch dies ist unserer Meinung nach absolut empfehlenswert. Während unseres ersten Aufenthalts in der Stadt, hatten wir das Glück, dass unsere Kaffeebestellung im Hawa Mahal mit der des Pärchens am Nachbartisch vertauscht wurde. Ja Glück, denn so lernten wir das liebenswürdige Paar aus München kennen, mit welchem wir einen spannenden und ausgelassenen Abend in Jaipur verbrachten und wie es aussieht eine Freundschaft auf Dauer geschlossen haben. Die Einladung zum Voressen steht auf jeden Fall ;-).

Pushkar

In dieser kleinen Stadt fanden wir die lang ersehnte Ruhe und gemütliche Atmosphäre in einer der vielen Kaffees. Der kleine See mit den Ghat's ist umringt von kleinen Restaurants und Shops. Abends durften wir von einem der vielen Restaurants mit Dachterrasse einen unvergesslichen Sonnenuntergang bestaunen. Eine weitere schöne Option ist den Tag bei einem Lemon-Soda und Trommelmusik am Ostufer des Sees ausklingen zu lassen. Hier wurden wir zu einem kleinen Park ans Lagerfeuer bei Livemusik zweier lokaler Musiklehrer eingeladen. Mit einem warmen Chai Latte sehr gemütlich (Pushkar kann Abends sehr kühl werden).

Jaipur

Zurück in Jaipur, legten wir lediglich eine Transitnacht für die Durchreise mit dem Zug ein. Ein kurzer Abstecher zum Amber Fort während unseres zweiten Aufenthalts war nicht nur architektonisch ein Erlebnis, sondern gab uns die Möglichkeit beim Dreh für einen Bollywood Film einen unvergesslichen Moment mitzuerleben. Am nächsten Morgen ging es bereits um 06.00 mit dem Zug nach Neu-Delhi zurück.

Neu-Delhi

Mit gemischten Gefühlen, einem "demolierten" Magen und grosser Vorfreude, machten wir in Delhi die letzten Besorgungen und sahen dem Flug nach Male entgegen.

Einheimische

Wir haben Indien mit gemischten Gefühlen verlassen. Einerseits sind die Einheimischen extrem hilfsbereit und zuvorkommend, andererseits sind an typisch touristischen Orten viele Schlepper, welche sehr aufdringlich und teils aggressiv sind. Vielleicht lag es auch an den starken Magenbeschwerden, dass wir in Bezug auf die Einheimischen eine nicht allzu positive Erinnerung behalten. Immer wieder beobachteten wir wie ungewollte Fotos von ausländischen Frauen gemacht wurden oder wurden selbst unzählige Male, trotz Verneinung, fotografiert. Auch störte uns die Tatsache, wie die Männer die Frauen anstarren, auch wenn man es bemerkt hat und zurückgeschaut hat. Ob es sicher ist für eine alleinreisende Frau, können wir nicht beurteilen. Fabienne fühlte sich oft unwohl (immer wieder angerempelt, geschupst und angestarrt werden) um in Städten alleine raus zu gehen.

Letzten Endes soll es aber niemanden davon abhalten, dieses kulturelle, schöne Land zu besichtigen. Sieht selbst, bei unseren Bildern.

Bilder Indien

Grenzübergang von Lumbini - Varanasi

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©2018 by Fabienne und Daniel